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Infos unter Tel.:089/5 90 68 58-33
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FAQ

Das Pflegestärkungsgesetz II – für Menschen gemacht

Am 1.1.2017 tritt ein neues Gesetz in Kraft: Das Pflegestärkungsgesetz II (kurz auch „PSG II“). Was es damit auf sich hat, welche Veränderungen es mit sich bringt und was es zu beachten gibt, erklären wir Ihnen selbstverständlich gerne.

Im nachfolgenden Film beantwortet unser Pflegeexperte Michael Wipp, Geschäftsführer bei Orpea Deutschland für die Bereiche Pflege, Qualität, Politik die wichtigsten Fragen zum PSG II.

Auch unsere Einrichtungen sind bestens auf das neue Gesetz vorbereitet. Dort können Sie sich auch persönlich beraten lassen. Unsere Einrichtungsleitungen stehen Ihnen für eine kompetente und unverbindliche Beratung gerne zur Verfügung.

Sie immer bestens informiert zu wissen, sehen wir als großen Teil der Verantwortung, die wir für unsere jetzigen und zukünftigen Bewohner übernehmen.

Kontaktieren Sie uns einfach und nehmen Sie unser Beratungsangebot wahr! Wir freuen uns auf Sie!



Weitere Informationen finden Sie hier in unserer Broschüre zum Download

Die häufigsten Fragen

F: Wer sind meine Ansprechpartner?

A:
Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Unsere Mitarbeiter beraten Sie gerne.
Tel.:089/5 90 68 58-33
Fax:089/5 90 68 58-9
E-Mail: info@vitalis-senioren.de

F: Muss ich meinen Hausarzt wechseln?

A: Nein, das müssen Sie nicht; gerne können Sie weiterhin Ihrem Hausarzt vertrauen, damit für Sie alles so bleibt, wie Sie es kennen. Viele unserer Bewohner entscheiden sich dafür, sich weiterhin von dem Arzt behandeln zu lassen, der sie bereits früher betreut hat. Sollte es allerdings nicht möglich sein, dass Ihnen Ihr Hausarzt, beispielsweise aus Gründen der Entfernung, weiterhin zur Seite steht, helfen wir Ihnen gerne bei der Suche nach einem neuen Arzt.

F: Wann ist es sinnvoll und empfehlenswert, in ein Seniorenzentrum umzuziehen?

A: Die Entscheidung, das gewohnte Umfeld zu verlassen, um in einem Seniorenzentrum ein neues Zuhause zu finden, ist keine leichte. Den richtigen Zeitpunkt für einen Umzug zu bestimmen, ist sicherlich noch viel schwieriger. Daher haben wir im Folgenden ein paar wichtige Punkte aufgeführt, die helfen sollen, Ihre individuelle Situation realistisch einzuschätzen, um abwägen zu können, ob eine häusliche Pflege tatsächlich die richtige Lösung ist:

  • Sie müssen immer häufiger feststellen, dass Ihnen die Dinge nicht mehr ganz so leicht von der Hand gehen wie früher.
  • Immer häufiger müssen Sie anderer Leute Hilfe in Anspruch nehmen, dies ist Ihnen schon lange unangenehm.
  • Die Treppe zu Ihrer Wohnung wird von Tag zu Tag zu einer größeren Herausforderung, einen Fahrstuhl gibt es in Ihrem Haus leider nicht.
  • Sie verlassen immer seltener Ihr Zuhause, da es einfach zu anstrengend ist.
  • Sie fühlen sich häufig einsam in Ihren vier Wänden.
  • Ihre Angehörigen, die Ihnen viel Arbeit abnehmen, wollen für zwei Wochen verreisen. Wer kann für sie einspringen?

In einem Seniorenzentrum finden Sie nicht nur täglich professionelle Unterstützung, sowohl im pflegerischen als auch im medizinischen Sinne. Der große Vorteil eines Umzugs in ein Seniorenzentrum ist der, dass hier immer Menschen zugegen sind, die sich um Sie kümmern, und das 24 Stunden am Tag. Hinzu kommt das breite Freizeit- und Therapieangebot und der persönliche Anschluss und Kontakt zu anderen Bewohnern.

Kontaktieren Sie uns, falls Sie Fragen haben oder uns persönlich kennenlernen möchten. Wir stehen Ihnen gerne von Anfang an beratend zur Seite.

F: Wann ist der Umzug eines pflegebedürftigen Angehörigen in ein Seniorenzentrum sinnvoll und empfehlenswert?

Die Entscheidung, einen geliebten Menschen in die Obhut anderer zu geben ist keine leichte. Den richtigen Zeitpunkt für einen Umzug zu bestimmen, ist sicherlich noch viel schwieriger, besonders da man als Angehöriger das Bedürfnis hat, sich möglichst lange um die eigene Mutter oder den Opa kümmern zu wollen. Daher haben wir im Folgenden ein paar wichtige Punkte aufgeführt, die helfen sollen, Ihre individuelle Situation realistisch einzuschätzen, um abwägen zu können, ob eine häusliche Pflege für Ihren pflegebedürftigen Angehörigen tatsächlich die richtige Lösung ist:

  • Nach einem Krankenhausaufenthalt ist klar, dass der Angehörige sich nicht mehr alleine wird versorgen können.
  • Die Pflege und Betreuung des Angehörigen nimmt mehrere Stunden am Tag in Anspruch.
  • Der Angehörige ist immer häufiger verwirrt, verlässt eventuell allein die Wohnung und verläuft sich, ohne dass dies zu verhindern wäre.
  • Immer häufiger stoßen Sie an Ihre Grenzen und sind auf Rat und Hilfe angewiesen. Das Gefühl von Überforderung bei der Pflege nimmt zu.

Bei aller Verbundenheit zu Ihren Angehörigen und dem Verständnis für Ihr großes Bedürfnis, die Lieben möglichst lange in Ihrer Nähe zu haben und selbst zu pflegen: Die Betreuung pflegebedürftiger Personen ist eine große Herausforderung, die neben dem Beruf und der eigenen Familie einen immer größeren Anteil einnehmen wird. Häusliche Pflege verlangt Ihnen nicht nur körperlich und organisatorisch viel ab; sie ist vor allem emotional sehr herausfordernd. Mit der Zeit kann es passieren, dass Ihre Kraft schwindet und Ihre Toleranzgrenze entsprechend sinkt. Gerade für Menschen, die in der Pflege nicht geschult sind, wird das Gefühl der Überforderung und Unzulänglichkeit mit der Zeit steigen. Lassen Sie es dazu gar nicht erst kommen und informieren Sie sich frühzeitig über die Möglichkeiten und Vorteile eines Pflegeplatzes in unserem Seniorenzentrum.

Wir stehen Ihnen und Ihren Angehörigen bei diesem Schritt gerne von Anfang an beratend zur Seite.

Fragen zum Thema Pflege

F: Was bedeuten die Begriffe „Pflegestufe“ / „Pflegegrad“?

A: Um die individuelle „Pflegebedürftigkeit“ von Personen, die auf Hilfe angewiesen sind, möglichst exakt fassen und beschreiben zu können, hatte der Gesetzgeber Kriterien bestimmt, nach denen jeder pflegebedürftige Mensch dem Grad seiner Pflegebedürftigkeit nach eingestuft werden konnte.

Die Eingliederung in die sogenannten Pflegestufen erfolgte danach, wie viel Zeit ein nicht in der Pflege geschulter Mensch zur Pflege und Betreuung benötigen würde; je höher der Zeitaufwand, desto höher die Pflegestufe.

Seit dem 01.01.2017 ist das Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten. Statt ehemals drei Pflegestufen gibt es nun fünf Pflegegrade. Diese bilden den Unterstützungsbedarf eines Menschen besser als bislang ab. Im Zentrum des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs steht der pflegebedürftige Mensch, seine Selbständigkeit und seine Fähigkeiten, unabhängig davon ob er wegen körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen auf die Unterstützung durch Andere angewiesen ist. Dadurch wird die Pflegeversicherung auf eine neue Grundlage gestellt.

F: Wie definieren sich die Pflegegrade?

Je nachdem in welchem Ausmaß die Selbständigkeit und Fähigkeiten eines Menschen beeinträchtigt sind, ergibt sich hieraus einer der fünf Pflegegrade. Diese Grade bilden die Bandbreite von Pflegebedürftigkeit ab. Hier finden Sie die Definition zu den einzelnen Graden:

Pflegegrad 1

Voraussetzung für den Pflegegrad 1 ist, dass in der Begutachtung geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 2

Voraussetzung für den Pflegegrad 2 ist, dass in der Begutachtung erhebliche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 3

Voraussetzung für den Pflegegrad 3 ist, dass in der Begutachtung schwere Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 4

Voraussetzung für den Pflegegrad 4 ist, dass in der Begutachtung schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden.

Pflegegrad 5

Voraussetzung für den Pflegegrad 5 ist, dass in der Begutachtung schwerste Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten festgestellt wurden, die besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung stellen.

Weitere ausführliche Informationen zum Begutachtungsinstrument oder der Berechnung der 5 Pflegegrade finden Sie auf der offiziellen Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit:

F: Wie beantrage ich eine Pflegestufe?

A: Wenn Sie vor dem Einzug eine Pflege-Einstufung beantragen möchten, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit Ihrer Pflegeversicherung auf, am besten telefonisch, und fordern Sie dort das Antragsformular für die Einstufung an. Senden Sie das ausgefüllte Formular zurück an Ihre Pflegeversicherung, die auf Grundlage Ihres Antrags die – unter Einbezug des Medizinischen Dienstes – das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit prüft.

Wenn bei Einzug noch keine Pflege-Einstufung festgelegt wurde, helfen wir Ihnen gerne bei der Antragstellung. Ein Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nimmt im Auftrag der Krankenkassen und Pflegeversicherung die Einstufung vor. Hierfür prüft der Mitarbeiter des MDK auf Grundlage gesetzlich vorgegebener Kriterien das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit. Das Ergebnis wird direkt an Ihre Pflegeversicherung weitergeleitet, die Ihnen mitteilt, ob ein Pflegegrad vorliegt, wenn ja welcher und welche damit verbundenen Leistungen aus der Pflegeversicherung bewilligt werden.

F: Wie setzen sich die Kosten für einen Pflegeplatz zusammen?

A: Die Kosten für einen Pflegeplatz setzen sich aus den Kosten für die allgemeine Pflege, für die Unterkunft sowie die Verpflegung und aus den Investitionskosten zusammen.

Pflegekosten / Einheitlicher Eigenanteil:

Liegt die Einstufung in einen Pflegegrad vor, übernimmt die Pflegeversicherung einen Teil der Pflegekosten. Hierzu gehören alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Pflege und Betreuung des Bewohners entstehen. Seit dem 1. Januar 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung nun ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5. Das heißt, Betroffene im Pflegegrad 5 zahlen für die Pflege genauso viel zu wie Betroffene im Pflegegrad 2.

Unterkunft und Verpflegung:

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt der Bewohner bzw. deren Angehörige selbst. Reichen die Rücklagen nicht aus, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, s. hierzu auch Frage „Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?“.

Investitionskosten:

Die Investitionskosten sind von dem Bewohner aus eigenen Mitteln aufzubringen. Wenn hierzu die eigenen Einkünfte und das Vermögen nicht reichen, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. (siehe Frage „Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?“)

Ausbildungsumlage:

In einigen Bundesländern wird pro Tag eine Ausbildungsumlage erhoben, um die Ausbildung in der Pflege zu finanzieren. Dabei handelt es sich um landesweite, gesetzliche Regelungen, die in jeder Pflegeeinrichtung des Bundeslandes gleichermaßen gelten.

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen Gespräch über die Kosten und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

F: Wer trägt die Kosten für einen Pflegeplatz?

a. Langzeitpflege / Dauerpflege:

Den einheitlichen Eigenanteil sowie die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten trägt der Bewohner bzw. deren Angehörige selbst. Reichen die Rücklagen nicht zur Finanzierung des Eigenanteils aus, stehen verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung, allen voran die Sozialhilfe. Diese kann auf Antrag gewährt werden. Wichtig für den Zeitpunkt der Leistungsgewährung ist das Datum der Antragstellung. Setzen Sie sich daher bitte frühzeitig mit uns in Verbindung, falls Sie Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen möchten.

Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.

b. Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (Urlaubspflege):

Stationäre Pflege für einen kürzeren Zeitabschnitt kann beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn der pflegende Angehörige über einen gewissen Zeitraum nicht verfügbar ist (Urlaub, Kur- oder Krankenhausaufenthalt).

Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2-5, die zuhause durch Angehörige oder einen zugelassenen Pflegedienst gepflegt werden, haben für die Kurzzeitpflege in einer Pflegeeinrichtung einen jährlichen Anspruch auf 1.612,00€ (§ 42 SGB XI).

Zusätzlich stehen Ihnen Verhinderungspflegeleistungen zu ($ 39 SGB XI) die, wenn Sie diese nicht nutzen, ebenfalls für die Kurzzeitpflege verwendet werden können. Dadurch stehen Ihnen für die Kurzzeitpflege insgesamt sogar 3.22.4,00€ monatlich zur Verfügung.

Da dieser Betrag für die reinen Pflegekosten eingesetzt werden darf, Sie in der Kurzzeitpflege aber auch die sog. Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten bezahlen, steht Ihnen zu Ihrer Entlastung ein zusätzlicher Betrag zu. Mit diesem Entlastungsbetrag in Höhe von 125,00€ monatlich können Sie Ihre Kosten reduzieren ( § 45b SGB XI).

Bitte beachten Sie, dass der Anspruch unwiderruflich verfällt, wenn Sie ihn nicht abrufen. Auch für andere Leistungen können Sie diese Beträge nicht einsetzen.

c. Tages- und Nachtpflege:

Für die Zeit, in der Pflegebedürftige der Pflegegrade 2–5 zuhause gepflegt werden, können Sie zusätzlich die Leistungen der Tages- und Nachtpflege nutzen.

Dafür stehen Ihnen in Abhängigkeit Ihres Pflegegrades zwischen 689,00€ und 1.995,00€ monatlich zur Verfügung. Diesen Anspruch erhalten Sie zusätzlich zu den Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

Fragen zu unserem Senioren-Zentrum

F: Können Bewohner eigene Möbel mitbringen?

A: Ja, das ist auf jeden Fall möglich. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Möbel unseres Senioren-Zentrums kostenlos zu nutzen. Unser großes Anliegen ist es aber natürlich, dass Sie sich bei uns rundherum wohlfühlen: Bringen Sie daher gerne persönliche Erinnerungsstücke mit, die Sie auch weiterhin auf Ihrem Lebensweg begleiten sollen.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, die in jedem Zimmer zur Verfügung gestellten Betten – es handelt sich um speziell für die Pflege geeignete Betten, die beispielsweise höhenverstellbar sind – zu nutzen.

F: Gibt es feste Besuchszeiten?

A: Nein, feste Besucherzeiten gibt es nicht. Wir freuen uns immer über den Besuch Ihrer Angehörigen oder Freunde, egal zu welcher Uhrzeit. Natürlich bitten wir Sie und Ihren Besuch allerdings darum, auf andere Bewohner Rücksicht zu nehmen und beispielsweise die Lautstärke der Tageszeit anzupassen.

F: Sind Haustiere erlaubt?

A: Haustiere spielen für viele Menschen eine bedeutende Rolle als treuer Wegbegleiter, dies gilt auch für viele unserer Bewohner. Grundsätzlich spricht aus unserer Sicht nichts dagegen, kleinere Haustiere wie beispielsweise einen Vogel oder einen Hund beim Umzug in unser Senioren-Zentrum mitzubringen.

Vorrausetzung ist jedoch, dass die Versorgung des Haustieres durch den Bewohner bzw. seine Angehörigen gewährleistet wird. Da wir bei dem Thema Haustiere im Einzelfall individuell entscheiden, bitten wir Sie, uns frühzeitig anzusprechen, um die bestmögliche Lösung für Sie und Ihr Haustier zu finden.